Lemim's Blog


Die Meinung der taz
Mo., 16.03.2009, 21.02
Filed under: im Netz gefunden, Schule | Schlagwörter: , ,

Zu der Diskussion über Kinder- und Jugendgewalt schreibt die taz in einem Artikel auch als „Fachzeitschrift“ über World of Warcraft:

„…Gewalt oder Krieg finden hier, wenn überhaupt, auf einem ähnlichen Abstraktionsniveau statt wie bei Brettspielen im Stil von „Risiko“ oder „Stratego“.“

Nun, ich bin kein WOW-Experte, aber als ich es mal gespielt habe, musste ich so seltsame Kreaturen abschlachten. Für mich hatte das nichts von einem Brettspiel. Bitte Expertenkommentare dazu! (Ich weiß, dass hier Experten aus den verschiedensten Richtungen mitlesen)

„…Nun mag man von Rollenspielwelten à la „Herr der Ringe“ halten, was man will – zur „Vereinsamung“ tragen sie nicht bei, stehen die Spieler doch gerade im Onlinemodus in regem Kontakt miteinander, tauschen sich aus, treffen sich bisweilen sogar ganz wirklich zu LAN-Partys. …“

Ne, ist klar. Wenn ich mich online Treffe ist das mindestens so kommunikativ wie ein Brettspielabend, ein Treffen beim Sport oder ein Kneipenabend. Und bei LAN-Parties geht dann so richtig die zwischenmenschliche Post ab.

 

Liebe taz, anstatt einen ganzen Artikel (mit nur einer kleinen Ausnahme) dafür zu verschwenden, Lösungswege ins Lächerliche zu ziehen, sollte ihr lieber man vernünftige Konzepte anbieten. So kann man euch einfach nicht ernst nehmen.

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4 Kommentare so far
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Also ich find wow nicht wirklich schlimm. da es in einer fantasiewelt spielt. Da sind andere Shooter Spiele schon heftiger, auch wenn ich nicht der meinung bin, dass diese Killer ausbilden. Dann müsste man auch Filme verbieten in denen Gewalt vorkommt, weil das könnte man ja auch nachahmen wollen… Horrorfilme und die meisten Actionfilme würde es dann nicht mehr geben können….

just my 2 seconds…..

Kommentar von Sebastian

Ich bin nicht der Meinung, dass „Killerspiele“ einen Jugendlichen zum Amokläufer machen! Ich bin lediglich gegen das Hetzen gegen „Experten“ von „Experten“. Der Artikel in der taz erscheint mir arg reißerisch und bewegt sich journalistisch eher auf intellektuell angehauchtem Bild-Niveau.

WOW ist nicht mit Wolfenstein, Quake oder CS vergleichbar – ist doch klar. Mit einem Mensch-ärgere-dich-nicht, Siedler und Scrabble hat es aber auch nix zu tun…

Kommentar von lemim

Ich werde mich nicht als Expertin bezeichnen – aber ich kene mich ein wenig aus.

Leider habe ich den Spiegel Artikel, auf den dieser Bezug nimmt, nicht gelesen (kommt noch). Wäre ja mal interessant.
Fast witzig finde ich folgendes: „[…]ansonsten aber so „blutrünstig“ ist wie Poker. “ Ich mag’s, wenn Journalismus auch mal sarkastisch oder bissig ist. Aber insgesamt sollte es wenigstens annähernd seriös bleiben, was ich von diesem Blatt leider oftmals nicht behaupten kann.

Meine Meinung zu dem Thema?
Verbieten bleibt Quatsch, Prävention und Interesse seitens der Eltern wäre angebracht. Nur: Die Eltern werden wir auch durch Aufklärung nicht zwingen können, sich für das zu interessieren, was ihre Kinder im Internet machen.
Und Prävention? Tja, da bleibt wie immer die Frage „Wer soll das bezahlen… wer hat so viel Geld?“ In Zeiten, in denen die Stellen in den Jugendzentren und in der offenen JA drastisch gekürzt werden (ich erfahre es gerade aus erster Hand) ist es schwierig, mit geschultem Personal (und ich meine nicht die 1€-Kräfte, die für uns auch wichtig und wertvoll sind) pädagogische Arbeit jenseits des „Ich mache das Haus auf“ zu leisten.
Morgen begleite ich übrigens eine Schulung für Mädchen zum Thema „Internet mit Tücken“.

Kommentar von Anja

Nicht die Inhalte von MMOs wie WoW sind der Kritikpunkt vieler, sondern der (angebliche) Suchtfaktor der zur sozialen Vereinsamung führen kann.
Bei Spielen wie Counter Strike, Far Cry etc. ist der Hauptkritikpunkt die realistische Darstellung (im gegensatz zur Fantasy Welt von MMOs) von Gewalt gegen „Menschen“.

Es ist allerdinsg nicht alles schwarz oder weiss.
Die Behauptung, dass Spielen von Multiplayergames hat keine soziale Komponente, ist genauso falsch, wie die Aussage alle Killer/MMO-Spiele führen zur sozialer Vereinsamung.

Kommentar von vertig0




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